Steyr-Puch
Steyr-Daimler-Puch A.G.
Firmensitz:
Steyr, Österreich
Werk:
Graz-Thondorf
Im Puch-Werk entstand der Steyr-Puch 500.
Steyr-Daimler-Puch war ein österreichischer Konzern mit Werken in Steyr und Graz. Er entstand 1934, als sich die Steyr-Werke mit den Austro-Daimler-Puchwerken zusammenschlossen; die älteste Wurzel des Hauses ist eine Gewehrfabrik von 1830. Gebaut wurde fast alles, was Räder hat: Personenwagen wie der Steyr 50, Lastwagen, Traktoren, Motorräder der Marke Puch und Geländefahrzeuge wie Haflinger und Pinzgauer.
Für dieses Archiv zählt ein Vertrag mit Fiat. Von 1957 an entstand im Grazer Puch-Werk der Steyr-Puch 500. Von aussen ist er ein Fiat 500 — Karosserie und Fahrgestell kamen aus Turin. Darunter steckt österreichische Technik: ein luftgekühlter Zweizylinder-Boxermotor, entworfen von Erich Ledwinka, und von Anfang an ein vollsynchronisiertes Getriebe. Der Hubraum wuchs im Lauf der Jahre von 493 auf 660 cm³, die Leistung von 16 auf 34 PS.
Daraus wurde eine ganze Reihe: 500, 500 D, 500 DL, 500 S, die stärkeren 650 T, 650 TR und 650 TR II, dazu die Kombis 700 C und 700 E. Bis 1973 lief der 500; danach folgte in Graz bis 1975 ein Fiat 126 mit Puch-Boxermotor. Zusammen entstanden knapp 60’000 Fahrzeuge.
Den Konzern selbst gibt es nicht mehr. Ab 1987 wurde er zerlegt: 1990 ging die Lastwagensparte an MAN, 1998 der Rest an Magna und andere.