Albarella
Den Namen borgte sich Savio von einer Privatinsel in der Lagune südlich von Venedig. Nach dem Erfolg des Jungla gab die Carrozzeria den Albarella 1967 in Produktion. Er ist ein Strandwagen im Sinne des Ghia Jolly: Dach, Türen und ein grosser Teil der Seitenwände fallen weg, hinein kommen Sitze aus Korbgeflecht und eine Holzleiste rundum. Als Grundlage diente der Fiat 500 F mit seinem luftgekühlten Zweizylinder von 499 cm³ und 18 PS.
Auffällig ist die Front des am Salon gezeigten Wagens: Das Reserverad sitzt senkrecht in einer Mulde der Frontblende, mittig zwischen den Scheinwerfern; daneben steht in Schreibschrift «albarella 500». Je Seite sitzen ein grosser Rundscheinwerfer unten und ein kleineres Positionslicht oben, dazu kommen ein flacher Rohrstossfänger und ein Aussenspiegel auf langem Stiel. Das Faltverdeck hat einen festen Rahmen und Seitenscheiben, die Türen einen hohen Ausschnitt.
Zu einer Serienfertigung kam es nie: Der Albarella stand jahrelang auf der Preisliste, gebaut wurde ein Wagen aber erst, wenn ihn jemand bestellte – einzeln und von Hand, nicht am Band. Man geht heute von etwa zwanzig Stück aus.
Vom Spider Elegance, dem anderen offenen Savio auf dem Fiat 500, unterscheidet ihn die Front: dort eine glatte, gerundete Bugpartie mit zwei grossen Rundscheinwerfern und eine Kordel statt der Türen.
Technische Daten
| Karosseriebau | Carrozzeria Savio, Moncalieri |
|---|---|
| Bauzeit | 1967–1969 |
| Grundlage | Fiat 500 F |
| Motor | Zweizylinder, luftgekühlt, im Heck |
| Hubraum | 499 cm³ |
| Leistung | 18 PS |
| Bauart | offener Strandwagen, Faltverdeck |
| Sitze | Korbgeflecht |
| Besonderheit | Reserverad senkrecht in die Front eingelassen |
| Stückzahl | rund 20 |