Mongho 650
Vier Jahre nach dem Aruanda zeigte Fissore am Turiner Salon 1969 ein zweites Stück auf 500er-Basis – diesmal das Gegenteil eines Stadtwagens: ein flaches, keilförmiges Coupé für zwei. Der Entwurf stammt von Aldo Sessano, der 1968 in Turin sein eigenes Designbüro eröffnet hatte; als Mitarbeiter nennt der Prospekt Paolo Vian, die Innenausstattung kam von Fusina.
Das Fahrgestell blieb das der Fiat 500, den Zweizylinder brachte Nardi auf 650 Kubik und 29,5 PS – gut für 135 Stundenkilometer. Bei drei Metern Länge und nur 1,12 Metern Höhe wirkt der Wagen wie ein geschrumpfter Gran Turismo. Hinter dem Prototyp stand der Lackhersteller Glasurit: Zu sehen war der Mongho an dessen eigenem Messestand, und die Rückseite des Prospekts führt gleich sechs Lackfarben mit Nummer auf, von «giallo sole» bis «verde irlanda». Gebaut wurde nur dieses eine Fahrzeug. Es ist erhalten und heute rot lackiert.
Technische Daten
| Fahrgestell | Fiat 500 |
|---|---|
| Radstand | 1840 mm |
| Spurweite vorn | 1121 mm |
| Spurweite hinten | 1135 mm |
| Länge | 3000 mm |
| Breite | 1340 mm |
| Höhe | 1120 mm |
| Motor | 650 cm³ (Bearbeitung Nardi) |
| Leistung | 29,5 PS bei 5500/min |
| Höchstgeschwindigkeit | 135 km/h (Übersetzung 9/41) |
| Reifen | 155 auf 12 Zoll |
| Karosserie | Fissore |
| Innenausstattung | Fusina |
| Entwurf | Aldo Sessano (Mitarbeit Paolo Vian) |