Spider
Mit der Nuova 500 sah Alfredo Caracciolo, der die Carrozzeria Savio nach dem Tod des Gründers führte, die Gelegenheit für eine kleine Sonderanfertigung. Den Entwurf gab er bei Pietro Frua in Auftrag, einem der namhaften Turiner Zeichner jener Jahre. Am Turiner Automobilsalon 1958 war das Ergebnis bei Savio zu sehen: ein zweisitziger offener Wagen auf dem Fahrgestell des Fiat 500.
Eine Zeitschrift bildete ihn damals ab und schrieb dazu, dieser Zweisitzer von Savio sei eine der wenigen Ausführungen für den Fiat 500, die am Salon zu sehen gewesen seien; er erinnere insgesamt an die Linie der Renault Floride.
Fruas Entwurf steht der schlichten, sachlichen Serienform fern: kantige, etwas üppige Linien, dazu eine gerundete Bugpartie mit ovaler Grillöffnung und Chromspange, Rundscheinwerfer, Weisswandreifen, verchromte Scheibenrahmen und helle Sitze.
Die Seitenlinie erinnert an den Volvo P1800, die Front noch stärker an die Renault Floride – beides Entwürfe Fruas, die in den Monaten zuvor herausgekommen waren. Daher der Vergleich, den schon die Zeitschrift zog. Dem italienischen Geschmack lag die Form eher fern; gefallen hat der Wagen trotzdem. Es blieb bei einem einzigen Fahrzeug; ein Register gibt es deshalb nicht.
Mit dem Spider Elegance, dem viersitzigen Strandwagen ohne Türen, hat der Spider nur den Namen gemein – es sind zwei verschiedene Fahrzeuge.