DIM 652
DIM Motor Company
Firmensitz:
Acharnes bei Athen (GR)
(DIM 652: 1977–1982)
Die DIM Motor Company in Acharnes bei Athen war die Nachfolgerin der Bioplastic S.A., aus der zuvor der griechische Kleinwagen Attica hervorgegangen war. Hinter beiden Firmen stand Georgios Dimitriadis, der über zwanzig Jahre hinweg versuchte, in Griechenland einen selbst entwickelten Personenwagen in Serie zu bringen – gegen eine Verwaltung und Gesetze, die die einheimische Fertigung von Personenwagen durch hohe Auflagen praktisch verhinderten. Der DIM 652 war sein letzter Anlauf.
Ein eigener Motor – und dann doch Fiat
Der DIM 652 sollte ein durch und durch eigener Entwurf werden. Dazu gehörte ein im eigenen Haus entwickelter Motor: ein luftgekühlter Zweizylinder mit 400 cm³ und 30 PS. Weil sich dessen Entwicklung verzögerte, kam der Wagen schliesslich mit einem 600-cm³-Motor und weiteren mechanischen Teilen des Fiat 126 heraus. In einer verbesserten Ausführung wurde später ein 650-cm³-Motor von Fiat eingebaut. Welche Teile ausser dem Motor vom Fiat 126 stammen, ist nicht überliefert.
Vorgestellt in Genf
Seine Premiere hatte der Wagen 1977 am Automobilsalon in Genf. Der Auftritt im Ausland verschaffte ihm mehr Aufmerksamkeit als den meisten griechischen Fahrzeugen: Er wurde in zahlreichen internationalen Veröffentlichungen besprochen. In der griechischen Presse warb die Firma für ihn als das «neue griechische Automobil»; weitere Ausführungen waren geplant.
Rund zehn Fahrzeuge
Die gesamte Entwicklungsarbeit fand in einer Fabrik in Acharnes statt, die für die Serienfertigung gedacht war. Dazu kam es nie: Die Kosten – zum grössten Teil behördlich verursacht – und die schlechten Aussichten auf dem griechischen Markt führten dazu, dass die Fertigung nach nur rund zehn gebauten Fahrzeugen aufgegeben wurde. 1982 wurde das Vorhaben endgültig eingestellt. Es blieb Georgios Dimitriadis’ letztes Projekt im Fahrzeugbau.