Prinoth

Schneefahrzeugbau, St. Ulrich in Gröden

Ernst Prinoth (1923–1981) aus St. Ulrich in Gröden war Mechaniker und Autorennfahrer. 1951 eröffnete er in seinem Heimatort eine Autowerkstatt, ab 1960 entwickelte er dort Schneefahrzeuge. Nach dem Prototyp P60 von 1962 ging 1964 mit dem P15 das erste Pistenfahrzeug in Serie. Seit 2000 bildet Prinoth mit Leitner eine Gruppe; die Firma hat heute ihren Sitz in Sterzing und baut Pistenfahrzeuge, Kettenfahrzeuge und Maschinen für die Vegetationspflege.

Der P15 mit Fiat-500-Motoren

Der P15 besteht aus zwei fast gleichen Hälften, jede mit eigener Raupe und eigenem Motor: einem luftgekühlten Zweizylinder aus dem Fiat 500 Kombi. Die Hälften fahren gekoppelt – neben- oder hintereinander – oder jede für sich. Laut Prospekt von 1970 leisten die auf 650 cm³ vergrösserten Motoren je rund 30 PS; die Kraft geht über ein DAF-Variomatic-Getriebe und Ketten auf die Raupen. Das Zwillingsfahrzeug ist 3,54 Meter breit, wiegt rund 1050 Kilogramm und fährt bis 27 km/h, vorwärts wie rückwärts.

Der Rennwagen Baby

Neben den Schneefahrzeugen baute Ernesto Prinoth 1963 in St. Ulrich einen einsitzigen Rennwagen für die neue Formula Baby. Angefangen hat er mit dem luftgekühlten Zweizylinder-Boxermotor des Steyr-Puch 500, später kam der stärkere 650er. Für diese erste Ausführung nennt ein Bericht vom Grossen Preis von Wien 1963 35 PS, 280 Kilogramm Trockengewicht und 175 km/h. Die beiden kastenförmigen Längsträger aus Leichtmetall dienen zugleich als Benzintank, die Verkleidung ist aus Alublech von Hand gefertigt.

Zum Rennwagen: Prinoth in der Formula 875

Fiat 500
Überblick

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