Savio
Firmensitz:
Moncalieri (TO)
Borgo San Pietro
(ab 1959)
Werk:
Via Canova 35
Torino
(1930er–1959, frühere Adresse)
Die CARROZZERIA SAVIO in Torino wurde 1919 gegründet. Nach schwierigen Zeiten in den 50er Jahren wurde mit dem Erscheinen des Fiat 500 die Chance wahrgenommen, im Kleinwagenbereich wieder Fuss zu fassen. Am Turiner Salon 1958 zeigte Savio einen kleinen zweisitzigen Spider auf dem Fiat 500, gezeichnet von Pietro Frua; er blieb ein Einzelstück.
Mit Umbauten auf Fiat 500 und 600 wurden einige schöne Fahrzeuge hergestellt.
Die Firma
Angefangen haben die Brüder Antonio und Giuseppe Savio mit einem Grossauftrag: Karosserien für Itala. In den zwanziger und dreissiger Jahren arbeitete Savio für fast alle italienischen Marken – Fiat, Lancia, Alfa Romeo, Isotta Fraschini. Im Krieg baute die Firma vor allem Krankenwagen; danach führte Giuseppe Savio den beschädigten Betrieb allein weiter, an der Via Canova 35 in Turin.
Nach seinem Tod 1954 ging die Firma an seine beiden Töchter Italia und Teresa; die Geschäfte führte sein Schwiegersohn Alfredo Caracciolo. 1959 zog Savio nach Borgo San Pietro bei Moncalieri, an die Via Corrado Corradino 8. Dort entstanden neben Bussen, Krankenwagen und Nutzfahrzeugen jene kleinen Freizeitwagen, für die die Firma heute bekannt ist; verkauft wurden sie über die Fiat-Vertragshändler in ganz Italien. Savio gibt es bis heute – gebaut werden Aufbauten für Nutzfahrzeuge und Busse.
Die Fahrzeuge
Vier Fahrzeuge sind hier beschrieben: der zweisitzige Spider, den Savio 1958 am Turiner Salon zeigte, der viersitzige Strandwagen Spider Elegance, das Arbeits- und Freizeitfahrzeug Jungla auf dem Fahrgestell des Fiat 500 und der Albarella 500, ein offener Wagen im Sinne des Ghia Jolly.