Fissore

Carrozzeria Fissore, Savigliano, Provinz Cuneo (Piemont)

Firmensitz:
Savigliano
Provinz Cuneo (Piemont)

(gegründet zwischen 1919 und 1921 – geschlossen 1984)

Fissore, Bild 1 von 1

Fissore ist ein Familienbetrieb aus Savigliano, einem Städtchen südlich von Turin. Vier Brüder – Bernardo, Antonio, Giovanni und Costanzo – übernahmen um 1920 eine Wagnerei und bauten zunächst Pferdefuhrwerke, bevor sie zu Autokarosserien wechselten. Bernardo, der Älteste, führte die Werkstatt ab den Dreissigerjahren zu Sonderaufbauten: Leichenwagen, Postfahrzeuge, kleine Omnibusse und vor allem Werbefahrzeuge. Den Durchbruch brachte 1953 ein Coupé auf Fiat 1100 TV nach einem Entwurf von Mario Revelli de Beaumont.

In den Fünfziger- und Sechzigerjahren wuchs der Betrieb auf rund zweihundert Beschäftigte; fast alles entstand im eigenen Haus, von den Stossstangen bis zur Innenausstattung. Fissore karossierte für De Tomaso, Osca und Auto Union, arbeitete für Vemag in Brasilien und baute ab 1969 die Karosserien der Schweizer Monteverdi. Mario Fissore leitete die Technik und wurde 1971 Präsident; Bernardo starb 1973.

Als Monteverdi 1984 aufgab, war auch für Fissore Schluss, die Firma ging in Liquidation. Der Name lebte in der 1976 gegründeten Rayton Fissore weiter, die später den Geländewagen Magnum baute.

Zwei Fahrzeuge auf Fiat-500-Basis

Auf dem Fahrgestell des Fiat 500 baute Fissore genau zwei Fahrzeuge: den Aruanda von 1965 und den Mongho 650 von 1969. Beide blieben Einzelstücke, und beide sind erhalten. Der Originalprospekt zum Mongho 650 steht unter Dokumentation.

Fiat 500
Überblick

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