OTAS
Officina Trasformazioni Automobili Sportive
Sitz:
Via Monteponi 68
10135 Torino
Der Prospekt nennt daneben Piazza Montecitorio 115 in Rom.
OTAS entstand 1969 in Turin. Gegründet hat sie Franco Giannini, Sohn des Römers Domenico Giannini. Nach dem Tod des Vaters verliess er den Familienbetrieb, ging nach Turin und richtete dort mit dem Mechaniker Edoardo Zen eine eigene Werkstatt für Rennumbauten ein — die Officina Trasformazioni Auto Sportive, kurz OTAS.
Aufträge kamen rasch, und zwar von Fiat, Autobianchi, Abarth, Savio und Francis Lombardi: Entwicklung und Aufbau von Sportwagen und Prototypen. Bekannt wurden die Umbauten auf Autobianchi Primula Coupé und Fiat 124 Sport Coupé sowie der OTAS 820, eine für Nordamerika hergerichtete Fassung des Francis Lombardi Grand Prix.
Am Turiner Salon 1970 stellte OTAS das Coupé KL 112 auf der Technik des Autobianchi A112 aus — gezeichnet von Aldo Sessano, gebaut bei Fissore — und kündigte die Crazycar an. Beides kam nicht in Gang. 1971 schloss die Firma; als Grund gelten Schwierigkeiten mit der Zulassung in den Vereinigten Staaten.
Crazycar
Die Crazycar ist ein kleiner offener Wagen auf der Grundlage des Fiat 500. Der Zettel auf der Rückseite des Pressefotos nennt drei Dinge: Fahrgestell vom Fiat 500, Motor 600 cm³, Karosserie aus Polyester. Der Prospekt setzt noch eines dazu — es gab den Wagen «anche in scatola di montaggio», als Bausatz, um den eigenen Fiat 500 umzubauen.
Sechs Glasurit-Serienfarben waren vorgesehen: Blu Portici 7066, Giallo Basilea 1078, Argento Porto Tolle 7080, Giallo Portovenere 7072, Verde Portofino 7026 und Rosso Serralunga 2002.
Angekündigt wurde die Crazycar am Turiner Salon 1970. In Serie ging sie nicht.