Moroncelli
Ein Eigenbau für Santamonica
Moroncelli ist kein Firmenname, sondern der Name des Erbauers: Domenico Moroncelli, ein Handwerker vor Ort. Es blieb bei einem Wagen — Fahrgestell 001.
Gedacht war er für die Rennstrecke von Santamonica bei Misano. Sie wurde 1972 eröffnet und trug bald viele Läufe der Junior-Klassen aus.
Der Wagen
Die Karosserie ist ganz aus Aluminium – kein Kunststoffteil. Der Motor der Fiat 500 Giardiniera ist auf den Kopf gestellt eingebaut, damit der Schwerpunkt tief liegt; die Mechanik musste seriennah bleiben.
Flügel und Spoiler lassen sich abnehmen: aerodynamische Anbauteile waren in dieser Klasse nicht erlaubt.
Der Wagen misst rund 3,20 auf 1,40 Meter. Restauriert wurde er nie – Lack und Aufkleber sind die alten.
Was das Typenschild sagt
Am Wagen sitzt ein Schild, und es sagt mehr als jede andere Quelle, die wir zu ihm haben:
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Klasse | Formula «Junior» |
| Fahrgestell | 001 |
| Baujahr | 1979 |
| Hubraum | 499,5 cm³ |
| Motortyp | Fiat 120.000 |
| Erbauer | Domenico Moroncelli |
Fiat 120.000 ist der liegende Zweizylinder der Fiat 500 Giardiniera und der Autobianchi Bianchina — der Motor dieser Klasse. Mit 499,5 cm³ ist der Wagen also eine Formula Monza 500, auch wenn das Schild sie Formula «Junior» nennt: So hiess sie in Italien im Sprachgebrauch, nach der Pista Junior in Monza, auf der gefahren wurde.