Giorgio Francia

1947–, begann in der Formula Monza

Geboren am 8. November 1947 in San Giorgio di Piano bei Bologna. Er kam Mitte der Sechzigerjahre vom Kartsport und fuhr 1967 in der Formula 875, im Trofeo Cadetti. Auf unserer Bereichsseite steht er unter den Fahrern, die in dieser Klasse begannen.

Als «Gondor» in der Formula Monza

Seine ersten Rennen bestritt Francia unter dem Decknamen «Gondor». Das berichtet Massimo Campi 2025 in Correvamo con i formulini. In der Endwertung des vierten Trofeo Cadetti Agip 1968 steht «Gondor» auf einer Repetto mit 31 Punkten auf dem dritten Rang — hinter Mario Gatto und Alberto Colombo, und als bester Repetto-Fahrer des Jahres. Für 1967 nennt Campi ihn Zweiten der Meisterschaft.

Das Fahrgestell 0012

Am 12. März 1968 schickte die ACI, Direzione per lo Sport Automobilistico, ihm nach Mailand das Certificato d’origine Nr. 218 — auf sein Homologationsgesuch für die «Formula Monza, marca Repetto, telaio n° 0012». Unterzeichnet hat es der Sekretär der C.S.A.I., Ing. G. Bacciagaluppi.

Auf unserer Repetto-Seite steht ein Wagen als «Chassis Nr. 12». Es dürfte derselbe sein. Gebaut hat ihn Giulio Repetto in Alessandria, der ab 1965 insgesamt 42 Wagen dieser Klasse herstellte.

Damit ist einer der wenigen Fälle belegt, in denen sich ein Wagen der Formula Monza urkundlich einem später bekannten Fahrer zuordnen lässt.

Was danach kam

1972 gewann er die Meisterschaft der Formel Italia und wurde Zweiter im Formel-Ford-Pokal. 1973 und 1974 fuhr er Formel 3 und gewann die deutsche Meisterschaft auf einem March 743.

1975 und 1976 Formel 2 auf einem Osella FA2 mit BMW-Motor; nach einem schweren Unfall 1976 wechselte er auf einen Chevron B35.

1977 gab er beim Grossen Preis von Italien sein Debüt in der Formel 1, auf einem Brabham BT45B. 1981 folgten zwei Einsätze für Osella, beide ohne Qualifikation.

Von 1977 an war er Testfahrer bei Alfa Romeo und Autodelta und bestritt drei Sportprototypenrennen auf einem Alfa Romeo 33 TT/12. 1980 gewann er die italienische Prototypenmeisterschaft. Bis Ende der Neunzigerjahre fuhr er Alfa-Romeo-Sport- und -Tourenwagen, unter anderem im Superturismo und in der DTM.

Fiat 500
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