Alberto Colombo
Coppa C.S.A.I. 1968, italienischer Formel-3-Meister 1974
Colombo stammte aus Varedo in der Brianza. Er begann auf einem CRM, den der Familienbetrieb Cerchi SanRemo unterstützte, und wechselte danach zu LAB.
Der LAB gehörte einem Pizzetti aus Rivolta d’Adda, der ihn nie selbst im Rennen fuhr: Sein Vater, der Wirt des «Samoa», war strikt dagegen.
1968 – das grosse Jahr
Vier Rennsiege, die Coppa C.S.A.I. und der zweite Platz im Trofeo Cadetti. In der Siegerbilanz von LAB steht er mit diesen vier Siegen gleichauf an der Spitze, zusammen mit Luigi De Negri.
Seinen Motor bearbeitete Franco Alloni aus Como. Er leistete 1968 31 PS bei 7200 Umdrehungen — der stärkste im Feld. Die übrigen kamen auf 28 PS, im Jahr zuvor auf 25 bis 26.
Formel 3, Formel 2, Formel 1
1974 wurde er italienischer Meister der Formel 3. 1977 belegte er den siebten Platz der europäischen Formel-2-Meisterschaft auf einem March-BMW, 1978 wurde er italienischer Vizemeister hinter Riccardo Patrese.
Im selben Jahr 1978 war er in der Formel 1 bei ATS und bei Merzario gemeldet, konnte sich aber für kein Rennen qualifizieren.
Was danach kam
Er wurde Instruktor der C.S.A.I. und ein anerkannter Manager in der Formel 3000. Als Konstrukteur versuchte er sich ebenfalls; der geplante Formel-1-Wagen Riviera kam nie zum Einsatz. Alberto Colombo ist gestorben; der Beitrag, dem diese Angaben entstammen, erschien im Januar 2024, zwei Jahre nach seinem Tod.