Aruanda

Der Aruanda ist kein italienischer Entwurf, sondern ein brasilianischer. Der Architekturstudent Ari Antônio da Rocha aus São Paulo zeichnete ihn Anfang der Sechzigerjahre als Antwort auf den Verkehr seiner Heimatstadt; der Entwurf gewann am Salon von São Paulo den Prêmio Lúcio Meira, und Carrozzeria Fissore lud den Studenten nach Savigliano ein, um daraus ein Fahrzeug zu bauen. Als Grundlage diente ein gekürztes Fahrgestell der Fiat 500 Giardiniera.

Herausgekommen ist ein Einkörper-Stadtwagen ohne Motorhaube: eine grosse, flach liegende Frontscheibe, die Scheinwerfer dahinter unter Kunststoff, dazu Dach und Seitenscheiben, die auf Schienen nach hinten geschoben werden – man steigt auch in der engsten Parklücke aus. Im November 1965 stand der gelbe Wagen am Turiner Salon auf einem Boden im Wellenmuster der Copacabana und galt der italienischen Fachpresse als der originellste Beitrag des Salons. Zur Serie kam es nie. Der Prototyp existiert noch; er wurde in São Paulo restauriert.

Modell

Ein Modellauto des Aruanda. Der Massstab ist nicht bekannt.

Fiat 500
Überblick

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