Laika

Die Geschichte der italienischen Traditionsmarke Laika Caravans ist eng mit dem Geist des Aufbruchs und der Raumfahrtbegeisterung der 1960er-Jahre verbunden.

🚀 Die Anfänge von Laika (1964)

Laika wurde 1964 von Giovambattista Moscardini in San Casciano in Val di Pesa (in der Toskana, Italien) gegründet.

Name & Logo: Moscardini war fasziniert von der Weltraumforschung. Er benannte das Unternehmen nach der Hündin Laika, dem ersten Lebewesen im Erdorbit (1957). Als Firmenlogo wählte er den charakteristischen roten, geflügelten Windhund.

Philosophie: Ziel war es, kompakte, futuristisch gestaltete und extrem funktionale Wohnwagen zu bauen, die auch von kleinen italienischen Autos gezogen werden konnten.

🛠️ Der legendäre Laika 500 (1964)

Der Laika 500 war das allererste Modell des Herstellers und eine echte Konstruktionsinnovation im Campingbereich.

Besonderheiten & Technik:

  • Entwickelt für den Fiat 500: Der Kleinwagen Fiat 500 prägte damals das Strassenbild Italiens, besass aber nur sehr wenig Motorleistung. Der Laika 500 wurde so leicht und aerodynamisch konstruiert, dass er problemlos von einem Fiat 500 gezogen werden konnte.
  • Absenkbares Teleskopdach: Das Herzstück war der mechanische Hub- bzw. Teleskop-Mechanismus. Während der Fahrt liess sich der obere Teil des Wohnwagens absenken:
    • Höhe geschlossen (Fahrt): ca. 1,55 m
    • Höhe geöffnet (Stand): ca. 2,25 m (volle Stehhöhe im Innenraum)
  • Leichtbau: Mit einem Leergewicht von nur etwa 180 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von ca. 300 kg war er ein absolutes Fliegengewicht.
  • Raumwunder: Trotz der Masse (Aufbaulänge ca. 2,31 m) bot der Wagen Schlafplätze für bis zu 3 Personen (ein Doppelbett und ein Kinderbett) sowie einen Küchenschrank.

🏔️ Der Laika 1000

Auf den Erfolg des Laika 500 folgte kurz darauf das grössere Modell Laika 1000.

  • Konzept: Während der Laika 500 auf das absolute Minimum für den Fiat 500 zugeschnitten war, richtete sich der Laika 1000 an Familien und Besitzer etwas leistungsstärkerer Zugfahrzeuge (wie z. B. den Fiat 1100 / 1000er-Klasse).
  • Mehr Komfort: Der Laika 1000 bot deutlich mehr Innenraum, eine erweiterte Küchen- und Schrankausstattung sowie eine grössere Steh- und Liegefläche.
  • Bauweise: Auch hier vertraute Laika auf die abgerundete, gut isolierte GFK-Leichtbauweise (Glasfaserverstärkter Kunststoff), die bis heute als Markenzeichen historischer Laika-Anhänger gilt.

🚐 Weiterentwicklung der Marke

  • 1977 – Das erste Reisemobil: Nach den erfolgreichen Wohnwagen-Serien stieg Laika mit dem Modell Motorpolo in den Markt der motorisierten Wohnmobile ein.
  • 1992 – Serie Ecovip: Mit der Vorstellung der legendären Ecovip-Reihe etablierte sich Laika endgültig im Premium-Segment.
  • Seit 2000: Laika gehört zur deutschen Erwin Hymer Group. Die Produktion findet weiterhin in San Casciano in Val di Pesa in der Toskana statt.
Fiat 500
Überblick

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