Philips

N.V. Philips’ Gloeilampenfabrieken, Eindhoven

Sitz:
Eindhoven, Niederlande
(heute Amsterdam)

Logo Philips

Philips wurde am 15. Mai 1891 von Frederik Philips und seinem Sohn Gerard in Eindhoven gegründet, um Glühlampen herzustellen; 1895 trat Gerards Bruder Anton in die Firma ein. 1912 wurde daraus die Aktiengesellschaft N.V. Philips’ Gloeilampenfabrieken.

Ab 1918 baute Philips Radioröhren, ab 1927 ganze Radios und ab 1934 auch Autoradios. 1963 stellte die Firma an der Funkausstellung in Berlin die Compact Cassette vor.

Ende der 1990er-Jahre zog der Hauptsitz nach Amsterdam; seit 2013 heisst die Firma Koninklijke Philips N.V. Das Fernsehgeschäft ging 2012 an TP Vision, die Audio- und Videosparte 2014 an Gibson Brands, und die Lichtsparte wurde 2016 abgespalten – sie heisst heute Signify. Heute ist Philips vor allem in der Medizintechnik tätig.

Autogeräte von Philips

So unterscheidet man die Auto-Mignon

  • AG 2101 / MK 60: das erste Modell, 1959 an der Hannover-Messe vorgestellt. AG 2101 ist die Philips-Typennummer, in Deutschland hiess das Gerät MK 60 (1959–1963, 148 DM). Motor für 6 Volt, umschaltbar auf 12 Volt; Kristall-Tonabnehmer AG 3113. Auf dem Typenschild folgen Zusätze wie D/01, D/24, D/25 oder D/a; es gab Ausführungen für 6, 12 und 24 Volt.
  • MK 60 T: Nachfolger in Deutschland, 1963–1971, 179 DM. Ab Werk für 12 Volt, für 24 Volt mit einem Widerstandskästchen; tropenfester Tonabnehmer, 50–12’000 Hz.
  • 22 GA 101: neue Philips-Typennummer ab etwa 1965 (Ausführungen /51 und /53), einstellbar auf 6, 12 oder 24 Volt. In Deutschland wurde der Auto-Mignon noch 1971/72 als GA 101 angeboten.
  • Norelco: In den USA verkaufte Philips den Auto-Mignon unter der Marke Norelco.
  • Alle spielen nur 17-cm-Singles mit 45 Umdrehungen und geben über das Autoradio wieder.

Auto-Mignon AG 2101

Philips stellte den Auto-Mignon 1959 an der Hannover-Messe vor. Er ist ein automatischer Plattenspieler für Singles und wird unter das Armaturenbrett geschraubt. Man schiebt die Platte in den beleuchteten Schlitz; Einschalten, Reinigen der Nadel, Aufsetzen, Abspielen, Ausschalten und Auswerfen erledigt das Gerät selbst. Wiedergegeben wird über das Autoradio: Ein fünfpoliger Stecker führt Tonsignal und Strom, und weil die damaligen Autoradios keinen Plattenspieler-Eingang hatten, lieferte Philips ein Zwischenkabel, das vor dem Verstärker des Radios eingelötet wurde. Eine Taste schaltet von Radio auf Platte um, eine zweite bricht das Abspielen ab und wirft die Platte aus. Damit die Nadel in Kurven und auf schlechter Strasse nicht springt, hängt das Laufwerk frei auf drei Druckfedern und wird von zwei gegenläufigen Reibrädern angetrieben.

Platten17 cm, 45 Umdrehungen
AntriebGleichstrommotor mit Fliehkraftregler, zwei gegenläufige Reibräder, Gleichlaufschwankung 0,5 %
Stromversorgung6 Volt, umschaltbar auf 12 Volt; etwa 50 mA bei 6 Volt
TonabnehmerKristallsystem AG 3113, 30–15’000 Hz, Auflagekraft 10 g
Masse, Gewicht23 × 14 × 24,5 cm, 4,3 kg
Preis148 DM (Deutschland, 1959); 1390 Schilling (Österreich, 1962)

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