Sonora
Sonora-Radio, Puteaux
Sitz und Werk:
5, rue de la Mairie
Puteaux bei Paris
(ab etwa 1932; heute rue du 8 Mai 1945)
Die Marke kommt aus Amerika. Dort hatte Sonora mit Glockenspieluhren und Grammophonen begonnen und warb mit dem Satz «clear as a bell» – daher die Glocke im Firmenzeichen. 1927 durften private Geldgeber in Frankreich eine eigene Société Sonora S.A. gründen und Namen, Zeichen und Werbespruch der Amerikaner weiterführen.
Um 1932 bezog Sonora ein Werk in Puteaux bei Paris, auf einem Teil des Geländes der Glühlampenfabrik Osram. Dort entstanden Radiogeräte und Radio-Plattenspieler-Kombinationen, ab 1950 auch Fernseher. Jahrzehntelang warb die Firma mit ihrer «franko-amerikanischen Technik».
Gegen Ende der 1950er-Jahre zwang der Wettbewerb Sonora zur Zusammenarbeit mit Continental Edison: Zwischen 1955 und 1960 kam eine ganze Reihe von Geräten heraus, die sich nur im Firmenzeichen unterschieden. Später ging Sonora in Continental Edison auf. Der Name blieb und stand 1970 noch auf Autoradios.
Autogeräte von Sonora
AR 5970 «Autocollant»
Das AR 5970 kam 1970 heraus. Es wird nicht eingebaut, sondern aufgesetzt: Der Empfänger sitzt auf einem Sockel mit einer stark haftenden Scheibe und wird damit aufs Armaturenbrett geklebt – daher der Zusatz «Autocollant», französisch für selbstklebend. Sonora rechnete dafür eine Viertelstunde; Lautsprecher und ausziehbare Dachrinnenantenne gehörten zum Lieferumfang. Das Gerät empfängt Lang- und Mittelwelle, läuft an 12 Volt und arbeitet mit sechs Transistoren und einer Diode; die Endstufe gibt 2 Watt ab und wird über das Metallgehäuse gekühlt. Es kostete 169 Franc, das fest eingebaute AR 135 daneben 129 Franc. Dasselbe Gerät lief unter drei Marken: als Sonora AR 5970, als Continental Edison Autocollant AR 5970 und als Reela Miniboy.